Grönland-Expedition 2014

Umschlag Berge und PackeisDIE IDEE

Die Idee zu unserer Grönland-Expedition 2014 entsprang einem literarischen Antiquariat. Wie der Zufall so oft mit im Spiel ist, fiel unserem „Easy Ryder“ auf einem Wiener Flohmarkt ein altes, zerschundenes Exemplar eines Buches in die Hände, dessen Inhalt aus einem Bericht über den äußerst erfolgreichen Verlauf einer österreichischen Expedition in Nordost-Grönland im Jahr 1957 bestand.

In diesem Buch mit dem Titel „Berge und Packeis“ (Autor: Matthias Koglbauer) wird dieser grönländische Landschaftsteil mit seinen bizarren Gebirgsformationen, seinen verzweigten Fjorden und den sehr speziellen Lichtverhältnissen sehr eindrucksvoll geschildert.

Nachdem auch die beiden anderen Styrians, Christian und Geri, Einsicht in dieses Antiquariat nahmen, war rasch klar, was das Ziel unserer nächsten Expeditionsreise darstellen würde.

Bei den Recherchen, Teilnehmer dieser legendären Expedition von 1957 ausfindig zu machen, um sie kontaktieren zu können und Informationen einzuholen, stellte sich jedoch leider bald heraus, dass keiner dieser damals so verwegenen Burschen mehr am Leben war.

DAS ABENTEUER 1957

ueberm Fjord

Es war ein äußerst verwegenes Unternehmen damals:
noch nie zuvor hatte jemand die Idee gehabt, Bergbesteigungen in den in Nordost-Grönland gelegenen Stauning-Alpen zu unternehmen. Man startete in Island mit einer Propellermaschine des Typs Catalina, deren Piloten im hintersten Winkel des Alpefjordes zwischen 1600 m steil aufragenden Felswänden eine sehr riskante Wasserlandung durchführten.

Nie je zuvor war dort ein Pilot mit einer Maschine gelandet – als Orientierung dienten lediglich einige Luftaufnahmen des Zielgebietes.
Als die Maschine wieder abhob, waren mit diesem Zeitpunkt für die Bergsteiger alle Bänder zur Zivilisation durchtrennt.

Kein Satellitentelefon, kein Notfallsender, der nach Aktivierung eine Rettungsaktion per Helikopter auslösen würde. Es existierte auch keinerlei Rückreiselogistik, also handelte es sich noch um ein echtes Abenteuer, frei nach dem Motto „irgendeine Lösung wird sich schon ergeben“.

DAS ABENTEUER 2014

Wir 3 Styrians wollen uns 57 Jahre später auf die Spuren unserer Landsleute (der Großteil der Expeditionsmannschaft rekrutierte sich aus Steirern, der Expeditionsleiter war der legendäre Hans Gsellmann) begeben und in den Stauning-Alpen anspruchsvolle und herausfordernde Routen in Eis und Granit unternehmen. Obwohl die Gipfel dort nicht annähernd die Höhe unseres höchsten Landesberges, des Dachstein, erreichen (die höchste Erhebung ist mit 2.842 m der Dansketinden), stellen sie aufgrund ihrer Exponiertheit und der schwierigen Zustiege über zerklüftete Eisbrüche, mächtige Hängegletscher und steile Eisrinnen echte Herausforderungen dar.

Natürlich sind in Zeiten der Satellitenkommunikation viele Dinge im Vergleich zu seinerzeit bequemer geworden und es bestehen Möglichkeiten von Evakuierungsmaßnahmen in etwaigen Notsituationen. Dennoch wird uns in dieser völlig isolierten und abgeschiedenen Gegend Einsamkeit garantiert sein (die nächstgelegene Siedlung Ittoqqortoormiit ist eineinhalb Helikopterflugstunden bzw. eine gute Schiffstagesreise entfernt - um diese Strecke zu Fuß zu bewältigen, müsste man zumindest 2 Wochen einplanen) und wir können höchstens mit Besuch neugieriger Eisbären rechnen.

Somit gilt es, auch an Kleinigkeiten wie Nähzubehör oder Reparaturmaterial zu denken und nichts zuhause zu vergessen. Auch unsere Proviantvorräte müssen zuvor genau nach Menge und Kalorienbedarf zusammengestellt werden, was viele vorhergehende Tests und Kalkulationen erfordert.

Nachdem wir unsere Unternehmung nicht zu einfach gestalten wollen, stellt alleine schon die Anreise in unser bergsteigerisches Zielgebiet in den hintersten Winkel des Alpefjordes eine separate Expedition dar:

120 km Wasserweg  in nördliche Richtung gilt es dabei zurückzulegen, wobei wir mit gefährlichen Strömungen und starken Winden als Gegnern rechnen müssen. Für den Fall eines unfreiwilligen Bades in den eiskalten Fjordgewässern sind wir mit Trockenanzügen und dicker Neoprenbekleidung ausgerüstet, die uns Schutz vor Erfrieren bieten.

Nach jedem anstrengenden Paddeltag werden wir an geeigneten Stellen entlang der Küste unsere Nächtigungslager errichten. Da die Möglichkeit einer Konfrontation mit Eisbären speziell an der ostgrönländischen Küste relativ hoch ist, wird uns dieser Umstand allerhöchste Wachsamkeit abverlangen. Zu unserer Sicherheit führen wir eine Langwaffe mit, deren Mitnahme von der grönländischen Verwaltung ohnehin vorgeschrieben wird.

Zur Fortbewegung am Wasser benützen wir ein Zweisitzer Klepper-Faltboot sowie ein solides Gumotex-Luftboot. Mit unseren Booten können wir auch in den weitverzweigten Fjordsystemen flexibel sein und vielleicht sogar einen Berggipfel besteigen, der uns Sicht auf das gigantische grönländische Inlandeis ermöglicht.

Hier findet ihr weitere Informationen über unser Einsatzgebiet...

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