3 Styrians – Curriculum Vitae

Was die Entstehungsgeschichte der 3 Styrians betrifft, muss an dieser Stelle zuallererst eingestanden werden, dass es sich bei den 3 Burschen nicht allesamt um waschechte Steirer handelt, wie der Titel ja vermuten ließe.

Auch ein bereits seit Jahrzehnten ausgewanderter Kärntner wird seine Herkunft niemals verleugnen können, selbst wenn er sich allergrößte Mühe gibt, sich akzentfrei zu artikulieren. In diesem Fall handelt es sich um unseren hochgeschätzten „il Professore“, der sich die schöne Steiermark zum Mittelpunkt seiner privaten und beruflichen Interessen auserkoren hat.

Auch bei unserem „Easy Ryder“ fällt einem bei längerer Unterhaltung und genauerem Hinhören auf, dass seine eigentlichen Wurzeln einige Tausend Kilometer entfernt jenseits des großen Ozeans westlich von Europa liegen. Er hat ebenso die Steiermark zu seiner zweiten Heimat gewählt und hier seine Familie gegründet. Nach weit über 15 Jahren in der Steiermark beherrscht er den steirischen Dialekt fließend und beinahe ;-) akzentfrei.

Einzig und allein „Geri the Gams“ ist ein Originalsteirer, aufgewachsen in Peter Roseggers Waldheimat in der Gegend um das Alpl, wo er in jugendlichen Jahren sein Unwesen trieb. Was jedoch alle drei Abenteurer verbindet, ist ihre gemeinsame Naturbegeisterung und die Liebe zu den steirischen Bergen, die sich unmittelbar vor ihrer obersteirischen Haustür befinden.

Der Eisenerzer Reichenstein und der Reiting als „Hausberge“, das wildromantische Gesäuse, das Kletterparadies des Grazer Berglands, das ausgedehnte Gebiet des Hochschwabmassivs, die vergletscherte Dachsteingruppe – alle sind sie nur einen Katzensprung entfernt. Die vielfältigsten Möglichkeiten zum Klettern, Eisklettern, Tourenschifahren, Mountainbiken oder zu ganz gewöhnlichen Wanderungen sind dort im Überfluss vorhanden.

Der Ausgangspunkt der ganzen Geschichte lässt sich ins legendäre, in der obersteirischen Universitätsstadt Leoben gelegene Stehbeisl zurückverfolgen. An diesem Ort ist Geri in seinem Brotberuf als Gastronom tätig. Das Stehbeisl ist weithin bekannt für seine Bierspezialitäten und für seine auf allerhöchstem Niveau stehende Bierkultur.

Für Chris und Christian, beide erfahrene Biergenießer, führte somit kein Weg an dieser Institution vorbei und es war ohnehin vorbestimmt, dass sie früher oder später zwangsläufig in den heiligen Hallen des Stehbeisl landen und sich dort einmal begegnen mussten. Irgendwann kam man ins Gespräch und stellte sogleich fest, dass man dieselbe Begeisterung teilte und daraus resultierten in Folge mehrere gemeinsame Touren.

Die erste größere Unternehmung mit Expeditionscharakter (Expedition Dos Picos) führte Christian und Geri 2009 ins Reich der eis- und firnbedeckten 6000er ins peruanische Hochland – in die Cordillera Blanca. Zu diesem Zeitpunkt war unser Easy Ryder noch nicht auf der Bildfläche aufgetaucht.
Als Zwei-Mann-Team war man bei dieser Expedition sehr effizient und harmonisch unterwegs und es stand außer Frage, dass es nicht allzulange dauern würde, bis man das nächste größere gemeinsame Projekt anvisieren würde.

Plötzlich erschien unser Easy Ryder im Bild, ein Mann mit Expeditionserfahrung – er war schon bei mehreren Expeditionen im nepalesischen Himalaya dabei, konnte dort wertvolle Erfahrungen sammeln und war damit sicherlich der geeignete Mann für künftige Projekte mit einem erweiterten Team.

Das nächste Ziel war sehr schnell definiert: ein verlockender 7000er mit dem wohlklingenden Namen „Khan Tengri“. Lage: im zentralasiatischen Tien Shan-Gebirge im Dreiländereck China/Kasachstan/Kirgistan, wobei die Grenzlinien dieser drei Länder auf diesem Berggipfel zusammenlaufen.

„Styrians go Kyrgyzstan“ lautete das Expeditionsprojekt 2011, damit waren die 3 Styrians ins Leben gerufen worden. Auch wenn man aus witterungs- und zeittechnischen Gründen den Gipfel nicht erreichen konnte, gewann man dennoch wieder wertvolle Erfahrungen dazu, vor allem was die Zusammenarbeit als Team betraf.

Dabei kristallisierte sich heraus, dass drei grundverschiedene und extrem starke Charaktere mit Alphatiereigenschaften durchaus ein sehr homogenes und schlagkräftiges Team abgeben können.

Ein positiver Faktor des Zusammenhaltes als Team wird vielleicht auch sein, dass nicht alles tierisch ernst genommen wird und der Spaß nicht zu kurz kommt. Zwischendurch kann schon ganz ordentlich der „Schmäh“ laufen und man wird gegenseitig auf die Schaufel genommen.
Andererseits werden aber auch sehr sachliche Diskussionen in Entscheidungsfragen geführt, wobei es bei einem Drei-Mann-Team in solchen Fällen des öfteren einen Benachteiligten geben kann, der mit einer Entscheidung zwar nicht zu hundert Prozent übereinstimmt, diese dann aber akzeptiert und auch mitträgt.

Von den 3 Styrians bringt jeder Einzelne seine ganz speziellen Kenntnisse und Fähigkeiten ins Team ein, wie zum Beispiel Christian als gelernter Chemiker und Verfahrenstechniker für die Lösung von technischen Problemen zuständig ist, Chris als exzellenter Rock-Climber die logische Routenführung in jeder steilen Wand findet und Geri als ausgebildeter Gastronom für Kommunikation, Verpflegung und die Expeditionsküche verantwortlich zeichnet. Außerdem ist die Konversation mit Chris als Native-Speaker sehr unterhaltsam und weiterbildend und Christian und Geri konnten bei vielen gemeinsamen Zeltübernachtungen ihre Englischkenntnisse wieder deutlich auffrischen.

Auch bei den organisatorischen Vorbereitungen für das Grönland-Projekt 2014 ging man als Team sehr konzentriert und geschlossen vor. Ein derartiges Projekt, das natürlich von keinem Reiseveranstalter angeboten wird, bedarf einer sehr langfristigen Vorausplanung, ist mit unzähligen Recherchen, massenhafter E-Mail-Korrespondenz, bürokratischen Hindernissen und genauen Gewichtskalkulationen verbunden und sollte auch finanziell auf soliden Beinen stehen. Aber all diese Herausforderungen konnten die 3 Styrians mit konsequenter Arbeit und viel Begeisterung trotz zahlreicher Rückschläge meistern, sodass dieses Projekt schlussendlich Realität werden konnte und man es kaum mehr erwarten kann, bis der Startschuss zum Aufbruch in Richtung Grönland fällt und ein neues Abenteuer beginnen wird.
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